Was macht eigentlich... ein Migrationsdienst?

Gesetze und Grundlagen
Der Migrationsdienst hilft
18.12.2017

Was macht eigentlich... ein Migrationsdienst?

Asylsozialarbeit kennen die meisten, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Aber wer hilft nach der Anerkennung, wenn man vom Flüchtling zum Migrant wird? Wir erklären Euch was die Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) und nachholende Integration machen.

Der Migrationsdienst unterstützt Migrantinnen und Migranten in sozialen, gesellschaftlichen und rechtlichen Fragen bei Ihrer Integration.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) in Trägerschaft der Caritas berät an 230 Standorten Migrant(inn)en, darunter Flüchtlinge nach ihrer Anerkennung sowie sogenannte Kontingent-Flüchtlinge. An 110 Standorten beraten und begleiten Jugendmigrationsdienste in katholischer Trägerschaft junge Zuwanderer (auch Flüchtlinge) bis 27 Jahre. Neben den Diensten und Einrichtungen, die für spezifische Fragen und Hilfen für Migranten und Flüchtlinge zuständig sind, stehen grundsätzlich auch alle anderen sozialen Dienste der Caritas in einschlägigen Fachfragen zur Verfügung. Zahlreiche Projekte unterstützen Flüchtlinge beim Ankommen in Deutschland, z. B. in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, etwa durch Patenschaftsprogramme

Ziel ist, diesen Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Viele von ihnen müssen dafür unmittelbar bei ihrer Ankunft erstversorgt und unterstützt werden. Aber sie benötigen auch mittel- und langfristig Beratung und Hilfe, die ihnen Perspektiven eröffnet.

Nachholende Integration bedeutet Beratung zur nachholenden Integration für Migranten und ihre Familien, die schon länger in Deutschland leben.

Sobald die Migrantinnen und Migranten aus einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in eine eigene Wohnung einziehen, ist die Migrationsberatung für sie zuständig.

Parallel dazu gibt es unterschiedliche Dienste wie Bildung statt Betteln, Akademie der Nationen sowie die städtische Beratungsstelle „Brücke“. All diese Dienste wurden innerhalb der Caritas zu einem gemeinsamen Fachbereich zusammengefasst. So stehen alle Projekte des Migrationsdienstes ebenso auch den KlientInnen von Bildung statt Betteln gleichermaßen zur Verfügung. Bildung statt Betteln beteiligt sich von Anfang an aktiv mit zwei Offenen Sprechstunden, nämlich am Montag in Bulgarisch und am Dienstag in Rumänisch, an dieser Kooperationseinrichtung sowie bei Regsam-Gremien (Regionalisierung Sozialer Austausch München)-: „Kleiner Fachaustausch Südl. Bahnhofsviertel“ und „Großer Fachaustausch Südl. Bahnhofsviertel“.

Ziel des Projektes ist, die bildungsfernen EU-Bürgerinnen und Bürger, die sich in prekären Lebenslagen befinden auf schnellem und kurzem Weg in einen Integrationskurs zu motivieren, vermitteln und dann auch mit zu begleiten.

Der Migrationsdienst informiert und berät über soziale Strukturen und Leistungen, Erziehung, Schule und Beruf, aufenthaltsrechtliche Fragen sowie Anerkennung ausländischer Qualifikationen und Abschlüsse. Diesbezüglich bietet der Migrationsdienst offene Sprechstunden in ganz München mit einem mehrsprachigen und kompetenten Team an.

Ebenso bietet der Migrationsdienst Angebote und Hilfen bei persönlichen und familiären Problemen:

Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe in Einzel- oder Gruppenform, Deutschkurse für albanische Frauen, Frauengruppen, Konversationskurse für Frauen, Weihnachtsfeiern, Museumsbesuche, Arbeitslosenprojekt „Labora“ mit Internetcafé, Kostenlose Rechtsberatung mit einem Rechtsanwalt, Gesundheitsvorträge, Fit für Behörden – eine kostenlose Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen sowie Sprachbegleitung

Ebenso finden kulturelle Veranstaltungen statt.

Zwei wesentliche Ziele sind die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedürfnisse und Lebenslagen der Migrantinnen und Migranten sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs.

Wichtige Themen sind Wohnungssuche, Wohnungslosigkeit und Probleme mit Vermietern, Arbeitssuche und Arbeitslosigkeit sowie Beruf, Schule und Kindergarten. Wichtig sind auch die unterschiedlichen Behörden mit ihren sozialen Leistungen.


Möchten auch Sie sich in München für Geflüchtete und Integration engagieren?

Möchten Sie Ihre Freizeit nicht nur sinnstiftend verbringen, sondern neue und spannende Mitmenschen kennenlernen? Dann melden Sie sich über unser Portal als Interessent an! Wir laden Sie zu einem Gespräch in Ihrem wohnortnahen Freiwilligenzentrum ein. Gemeinsam mit Ihnen finden wir Ihr Ehrenamt passend zu Ihren individuellen Wünschen und Talenten.

Jetzt melden!

Weitere Artikel aus der Rubrik

Gesetze und Grundlagen

Zurück zur Übersichtsseite

Erfahren Sie zuverlässig alle Neuigkeiten rund um das Thema Flüchtlingshilfe

AutorIn dieses Artikels

Yvonne Möller
Freiwilligen-Zentrum Ost