Kulturmittler auf Achse: Das Lighthouse mobil

Aktuelles aus München
Das Lighthouse mobil auf dem Odeonsplatz in München
16.08.2018

Kulturmittler auf Achse: Das Lighthouse mobil

Mitten im Zentrum des Geschehens, so lautet die Devise des Lighthouse mobil. Seit August rollt es durch die Straßen Münchens und wirkt als mobiles Gesprächsangebot für die Bürger*innen.

Unterwegs mit einer Mission: Informieren, vermitteln, Vorurteile abbauen. Das Lighthouse Welcome Center in der Bayernkaserne hat mobilen Zuwachs bekommen. Seit August 2018 wird es vom sogenannten „Lighthouse mobil“ unterstützt. Die kleine, aber nicht unbeachtliche Piaggio Ape 50, extra ausgestattet mit einem Elektromotor, tourt nun als mobiles Infocenter durch die Straßen Münchens. Das Konzept ist so einfach wie effektiv: Als niedrigschwelliges Kommunikations- und Gesprächsangebot begibt sich das Lighthouse mobil direkt ins Zentrum des Geschehens und „geht“ somit proaktiv auf die Münchner Bürgerinnen und Bürger zu.

„Schon früh hatten wir das Gefühl, dass bei den politischen Debatten, die in Deutschland geführt werden, das Lighthouse Welcome Center mobil werden müsste“, so erklärt Elisabeth Ramzews von der Inneren Mission München. „Mit dem Lighthouse mobil hoffen wir nun, Menschen zusammen zu bringen und zu diskutieren, auch über Vorurteile.“

Kulturmittler auf drei Rädern

Trennung entsteht durch Unverständnis. Die Konsequenz daraus muss also sein, miteinander zu reden. Dieser Aufgabe widmet sich das Lighthouse mobil. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen wollen die Situation geflüchteter Menschen denjenigen näherbringen, die wenig darüber wissen, kaum bis keine Anknüpfungspunkte haben oder gar Vorurteile. Miteinander in München, so lautet das Motto des weißgelben Flitzers. Das Lighthouse mobil leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Toleranz, interkultureller Gesprächskultur und Vielfalt in München. Zudem bietet es eine einfache Möglichkeit zum bürgerschaftlichen Engagement.

Das mobile Informationscenter hat nicht nur eine Zielgruppe, sondern richtet sich an alle, die in dieser Stadt wohnen. Durch die lockere, offene und freundliche Art, wie man sie bereits aus dem Lighthouse Welcome Center kennt, wird es zu einem Ort der Begegnung und der Freude.

Trotzdem scheut das Lighthouse-Team nicht das heiße Pflaster Münchens. So findet man es zukünftig auch auf rechtspopulistischen Demonstrationen oder Kundgebungen. Genau dort also, wo sachliche Gesprächskultur durch Angstkultur, Intoleranz und Vorurteile ersetzt wurde.

Sein nächstes „Coming-out“ hat das Lighthouse mobil am Samstag, 18. August auf dem Hans-Sachs-Straßenfest im Glockenbachviertel.

Wer Lust hat, ehrenamtlich die Touren des Lighthouse mobil zu begleiten, kann sich gerne bei der zuständigen Ehrenamtskoordinatorin Andrea Raibold unter der Email melden.


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