Grund zu feiern: Der Zusammenschluss der fünf Caritas Freiwilligen-Zentren (f-net) feiert sein 15-jähriges Bestehen

Aktuelles aus München
Teilnehmer der Feier zum Jubiläum unterhalten sich
28.07.2018

Grund zu feiern: Der Zusammenschluss der fünf Caritas Freiwilligen-Zentren (f-net) feiert sein 15-jähriges Bestehen

Die fünf Caritas Freiwilligen-Zentren feiern 2018 ihr 15-jähriges Jubiläum. Neben der Feierlichkeit stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt: Ehrenamtliches Engagement braucht Strukturen, um langfristig Erfolg zu haben.

Was wäre die Gesellschaft ohne freiwilliges Engagement? Wir wollen uns das ehrlich gesagt gar nicht vorstellen. „Bürgerschaftliches Engagement schützt vor Rassismus, fördert Respekt, Toleranz und macht München zu einer solidarischen Stadtgemeinschaft“ – so fasst Norbert J. Huber, Geschäftsführer der Caritas München, zusammen, was freiwilliges Engagement für ihn bedeutet.

Dem Engagement einen Rahmen geben

Die Caritas Freiwilligen-Zentren teilen nicht nur diese Auffassung, sondern haben sie sich zur Grundlage ihrer Arbeit gemacht. Seit 20 Jahren werden in den Zentren nicht nur Menschen, die sich für ein Ehrenamt interessieren, beraten, sondern vor allem die Strukturen gefördert, die den freiwilligen Einsatz unterstützen, schützen und fördern. Die Arbeit in den Zentren umfasst zudem das Beraten von Netzwerkpartner*innen in allen Bereichen des freiwilligen Engagements sowie die Betreuung von Angeboten für Engagierte und schafft Räume zur Weiterentwicklung von Projektideen.

Um die Kompetenzen der einzelnen Zentren zu bündeln, haben sie sich 2003 zu einem Netzwerk verbunden, dem sogenannten f-net. Dieses Netzwerk der Caritas Freiwilligen-Zentren ist in der Form einzigartig in Deutschland. „Dieser Zusammenschluss ist nicht nur einmalig, sondern fördert ein hohes Maß an Synergien, Kooperation und Austausch, um flexibel auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren“, so beschreibt Margit Waterloo-Köhler den Wert des f-nets. Und nun, 2018, feiert dieses Netzwerk sein 15-jähriges Bestehen.

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v.l.n.r.: Angelika Knop (Moderation), Christian Müller (SPD), Jutta Koller (Die Grünen / rosa liste), Norbert J. Huber (Geschäftsführer Caritas München), Margit Waterloo-Köhler (Leiterin f-net), Tina Pickert (CSU)

Einigkeit unter den Teilnehmenden

Aus diesem Anlass lud Margit Waterloo-Köhler, Leiterin des f-nets, am 24.07.2018 zu einem gemeinsamen Begehen dieses Jubiläums ein. Die Mitarbeiter*innen der einzelnen Freiwilligen-Zentren stellten dort die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor, darüber hinaus wurde aber auch die politische Ebene sichtbar gemacht.

In einer Podiumsdiskussion erörterten Jutta Koller (Die Grünen – rosa liste, Stadträtin), Christian Müller (SPD, Stadtrat), Tina Pickert (CSU) gemeinsam mit Norbert J. Huber und Margit Waterloo-Köhler, wie das bürgerschaftliche Engagement weiter gestärkt werden kann und was die Caritas Freiwilligen-Zentren dazu beitragen können. „Für mich bedeutet Bürgerschaftliches Engagement das gegenseitige Kennenlernen und Verständnis füreinander“, so Pickert. Margit Waterloo Köhler fasste zusammen, dass es vor allem darum gehe, dass die Engagierten an der Gesellschaft teilhaben und mitgestalten können. Und am Ende vor allem merken: Ich kann mit meiner Arbeit etwas bewirken.

Einigkeit herrschte insbesondere darüber, wie wichtig Strukturen sind, die freiwilliges Engagement fördern und unterstützen. Denn nur dadurch könne diese Art der Beteiligung auf Dauer funktionieren. Ein Blick in die Zukunft

Mit welchen Förderungen die Freiwilligen-Zentren jedoch in Zukunft rechnen könnten, darüber wollte keine/r der Beteiligten aus der Politik eine klare Aussage treffen. Es würden zwar 2019 25 bis 30 Millionen Euro mehr in den Sozialbereich fließen, wohin die Fördergelder allerdings letztendlich verteilt werden, darüber entscheidet der Stadtrat erst im Herbst. Zumindest die bisher unbefristeten hauptamtlichen Stellen würden so weiter gefördert wie bisher, sagte Christian Müller von der SPD. Mehr wollte er nicht versprechen.

Trotz schwammiger Aussagen seitens der Politik, die Feier war ein Erfolg. Die Stimmung beim abschließenden Get-together war ausgelassen. Tatsächlich sei vielen erst jetzt richtig klargeworden, wie vielfältig die Arbeit der Caritas Freiwilligen-Zentren eigentlich ist. Und, wie wichtig sie ist.

 


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