Afghanistan ist nach wie vor das häufigste Herkunftsland von Asylsuchenden in Deutschland. Um dem Leiden unter dem De-facto-Regime der Taliban zu entfliehen, versuchen weiterhin viele Menschen, Schutz in anderen Ländern zu finden.
Der Alltag in Afghanistan ist durch Inhaftierungen, Folter, Gewaltanwendung im öffentlichen Raum sowie extreme, lebensbedrohliche Armut geprägt. Besonders gefährdet sind Frauen, ehemalige Ortskräfte, ethnische Minderheiten, LGBTQ*-Personen sowie Menschenrechtsaktivist*innen.
Doch die Asylpolitik in Deutschland wird zunehmend restriktiver. Die Schutzquote für afghanische Männer sinkt und Zusagen aus Aufnahmeprogrammen wurden zurückgenommen. Zudem sollen einige als Gefährder oder Straftäter eingestufte Personen weiterhin abgeschoben werden.
Solche Praktiken sind jedoch fragwürdig bzw. verstoßen gegen internationale Menschenrechtsabkommen. Nele Allenberg vom Deutschen Institut für Menschenrechte gibt einen Überblick über die aktuellen Asylzahlen und wirft einen kritischen Blick auf die Entwicklungen in der deutschen Asylpolitik gegenüber schutzsuchenden Afghan*innen.
Anmeldeschluss: 15.05.2026