Psychologische Phasen der Migration

REFUGIO München

Psychologische Phasen der Migration

Sensibilisierung für die psychischen Belastungen im Rahmen der Migrationsprozesse

Flucht- und Migrationserfahrungen sind für viele Menschen ein einschneidendes Erlebnis. Die Gründe für Migration sind sehr unterschiedlich, sie stellt jedoch immer einen der prägendsten Lebensabschnitte in der Biografie eines Menschen dar. Migrationserfahrungen müssen nicht zwangsläufig krank machen, können aber mit belastenden Erlebnissen und Lebensumständen verbunden sein. Das Verlassen der Heimat und das Ankommen in einem neuen Land erfordern emotionale Bewältigung und Verarbeitung der damit verbundenen Trauer- und Loslöseprozesse. Dies erfordert viel Kraft und beeinflusst die körperliche, emotionale und psychische Gesundheit der Menschen. Als Grund für eine erhöhte Vulnerabilität von Geflüchteten für psychiatrische Erkrankungen wird eine Kombination aus hohen Anpassungsanforderungen an die neuen sozioökonomischen Lebensumstände und der Verlust der Anbindung an das Herkunftsland vermutet. Der Migrationsprozess an sich wird sehr oft gegenüber kulturellen Aspekten unterbewertet. Es sind aber weniger die kulturellen Aspekte als die jeweilige Phase des Migrationsprozesses, die zu den typischen psychischen Erkrankungen und Belastungen bei Migrant*innen mit oder ohne Fluchterfahrung führen kann. In der theoretischen Forschung sind in der Vergangenheit verschiedene Phasenmodelle zur Migration entwickelt worden.

Datum 
Dienstag, 2. April 2019 - 18:00
Kategorie 
Vortrag
Anmeldung erforderlich 
Ja
Anmeldung bis 
Mittwoch, 27. März 2019
maximale Teilnehmerzahl 
20
Veranstaltende Organisation/en 
REFUGIO München